Online-Gottesdienst

Auf dieser Seite finden Sie den „Online-Gottesdienst” dieser Woche mit Liturgie und Predigt, sowie externe Links zu ähnlichen Internet-Angeboten. Die Online-Gottesdienste der vergangenen Wochen finden Sie im Archiv.

Andachten

  • add Offene Johanneskirche

    Die Johanneskirche ist während dem Lockdown montags bis samstags von 18 bis 18.30 Uhr für eine Andacht mit Ingrid Frohard geöffnet. Mit Musik von der Orgel, sowie mittwochs vom Musikteam.

  • add 19.30 Uhr: Läuten der Kirchenglocken und Aufstellen einer Kerze am Fenster

    Seit Beginn der Corona-Pandemie läuten jeden Abend um 19.30 Uhr die Kirchenglocken in ganz Stuttgart.

    Nutzen Sie den Moment zur Besinnlichkeit in dieser unruhigen Zeit: Stellen Sie eine Kerze ans Fenster – sprechen Sie dazu ein Gebet und ein Vaterunser, oder äußern Sie einen Hoffnungswunsch!

  • add #lichtfenster – ein Zeichen der Solidarität für die Coronaopfer

    Die evangelische Kirche ruft gemeinsam mit dem Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier zur Aktion #lichtfenster auf.

    Stellen Sie an jedem Freitag bei Einbruch der Dämmerung ein Licht gut sichtbar in ein Fenster als Zeichen des Mitgefühls: in der Trauer um die Verstorbenen, in der Sorge um diejenigen, die um ihr Leben kämpfen, Mitgefühl mit den Angehörigen der Kranken und Toten.

    Das Licht leuchtet Ihnen in Ihrer Wohnung aber auch Ihren Nachbarn und den Menschen auf der Straße. Es soll ein Zeichen der Solidarität in dieser doppelt dunklen Jahreszeit sein: Ich fühle mit Dir! Meine Gedanken sind bei Dir!

    ekd.de/lichtfenster

  • add Zuffenhäuser Wort

    Zuffenhäuser Wort – tägliche Andacht aus der Kirchengemeinde Zuffenhausen

  • add 10 Vorschläge für die Bibellektüre

    Da das biblische Textgespräch in gewohnter Form auf absehbare Zeit nicht stattfinden kann, stellen wir hier 10 Vorschläge für eine „effektive“ Bibellektüre vor.

Liturgie für den Online-Gottesdienst am 18.04.2021 (Miserikordias Domini)

  • add Glockenläuten
  • add Wochenspruch

    Christus spricht: „Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben“ (Johannes 10,11a.27-28a).

  • add Fürchte dich nicht (EG-Wü 629)
  • add Psalm

    Psalm 23

    Der gute Hirte

    Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

    Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.

    Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

    Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

    Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

    Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

  • add Eingangsgebet

    Herr, von deinen Wohltaten leben wir.

    Du hast uns gestaltet,
    mit deinem Atem hast du uns erfüllt.
    Du stellst uns in deine Welt,
    sie zu bebauen und zu bewahren.
    Du redest zu uns als zu deinen Vertrauten.
    Herr, von deinen Wohltaten leben wir.

    Öffne uns dafür die Augen
    und mach uns dankbar –
    an diesem Sonntagmorgen
    und alle Tage unseres Lebens.

    Amen.

  • add Schriftlesung

    Psalm 104

    Lob des Schöpfers

    Lobe den Herrn, meine Seele! Herr, mein Gott, du bist sehr groß; in Hoheit und Pracht bist du gekleidet.

    Du breitest den Himmel aus wie ein Zelt; du baust deine Gemächer über den Wassern. Du fährst auf den Wolken wie auf einem Wagen und kommst daher auf den Fittichen des Windes, der du machst Winde zu deinen Boten und Feuerflammen zu deinen Dienern; der du das Erdreich gegründet hast auf festen Boden, dass es nicht wankt immer und ewiglich.

    Du tränkst die Berge von oben her, du machst das Land voll Früchte, die du schaffest. Du lässest Gras wachsen für das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, dass du Brot aus der Erde hervorbringst, dass der Wein erfreue des Menschen Herz und sein Antlitz glänze vom Öl und das Brot des Menschen Herz stärke.

    Die Bäume des Herrn stehen voll Saft, die Zedern des Libanon, die er gepflanzt hat. Dort nisten die Vögel, und die Störche wohnen in den Wipfeln. Die hohen Berge geben dem Steinbock Zuflucht und die Felsklüfte dem Klippdachs.

    Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.

    Es wartet alles auf dich, dass du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so werden sie mit Gutem gesättigt. Verbirgst du dein Angesicht, so erschrecken sie; nimmst du weg ihren Odem, so vergehen sie und werden wieder Staub.

    Du sendest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und du machst neu das Antlitz der Erde. Die Herrlichkeit des Herrn bleibe ewiglich, der Herr freue sich seiner Werke!

    Ich will dem Herrn singen mein Leben lang und meinen Gott loben, solange ich bin. Mein Reden möge ihm wohlgefallen. Ich freue mich des Herrn.

    Lobe den Herrn, meine Seele! Halleluja!

    Bibelübersetzung: Lutherbibel 2017 © www.die-bibel.de

  • add Der Herr ist mein getreuer Hirt (EG-Wü 274)
  • add Themenpredigt: „Wem blüht hier was?“, von Pfarrer Thomas Mann

    Ansprache zum Thema „Wem blüht hier was?“ (Ps 104,24.27), gehalten am 18.04.2021 in der Johanneskirche zu Stuttgart-Stammheim (Gottesdienst des Umweltteams)

    Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und unserm Herrn Jesus Christus. Amen.

    Liebe Gemeinde,

    warum gehen Ameisen nicht in die Kirche? – Weil sie In-Sekten sind … Wer diesen, zugegeben ziemlich flachen, Witz nicht verstanden hat – Reiner Krieg und ich erklären ihn nachher gerne am Ausgang! Aber mal abgesehen von der Tatsache, dass Mesnerin Hilsenbek alles andere als begeistert wäre, würde sie eines schönen Sonntagmorgens hier in der Johanneskirche eine Ameisenstraße entdecken – Insekten sind bei uns in Deutschland generell auf dem Rückzug. Oder besser gesagt: Sie fallen dem zunehmenden Artensterben zum Opfer!

    Ein Insektenforscher der Universität Hohenheim erklärt das am Beispiel der Mörtelbiene: Diese große schwarze Wildbiene kommt nur noch an ein paar wenigen Standorten in Deutschland vor, etwa im Nördlinger Ries. Dort leben noch etwa 30 bis 40 Exemplare. Wir alle können uns ausrechnen, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis die Mörtelbiene in dieser Gegend ausgestorben ist. Auf einer Skala von eins bis zehn (eins ist ganz schlecht!), stufen die Fachleute das Wohlbefinden der Insekten in unserem Land mit vier ein, Tendenz schnell fallend. Gingen den Wisschenschaftlern Anfang der 1990er Jahre noch zehn Kilo Insekten am Tag in eine spezielle Falle, so waren es vor ein paar Jahren nur noch zwei. Ein äußerst besorgniserregender Schwund von 80 Prozent, in gerade einmal knapp 30 Jahren!

    Denn dieser Rückgang der Artenvielfalt hat dramatische Folgen für Natur und Mensch. Nicht nur, dass eine Welt, in der es bald nur noch Fliegen, Schaben, Schnaken und Wespen gibt, ziemlich uncool wäre – mit den vielen anderen Insekten verschwinden nämlich auch immer mehr Vögel, weil sie schlicht nichts mehr zu fressen finden. Nur die Stadttauben bleiben – auch zum Leidwesen jeder Mesnerin … Vielleicht haben Sie diese alarmierenden Berichte auch schon einmal im Fernsehen gesehen: In manchen Gegenden Chinas gibt es keine Bienen mehr, weshalb die Bauern etwa ihre Obstbäume von Hand bestäuben müssen. Die Ergebnisse sind ernüchternd …

    Die Gründe für den Rückgang der Artenvielfalt liegen in der Landwirtschaft und sind schnell benannt: zu geringe Strukturvielfalt, also eine zu einseitige Bepflanzung der Felder, zu viele Pestizide. Damit unsere Lebensmittel möglichst billig bleiben, muss möglichst viel davon produziert werden – und deshalb geht den Insekten der Lebensraum verloren. So einfach ist das! Aber deshalb auf die Landwirte einzuprügeln, ist eben auch keine Lösung! Denn ihnen ist der Umwelt- und Naturschutz sehr wichtig. Schließlich wollen sie für die Menschen gute Nahrung produzieren. Deshalb sind sie auch bereit, das Insektensterben zu bremsen. Sie bemühen sich zum Beispiel durchaus, eine abwechslungsreiche Landschaft zu schaffen, mit verschiedenen Feldfrüchten, feuchten Stellen zwischendurch, Senken, aber auch Ackerrandstreifen, an denen sie Wildblumensamen aussäen. Und kein Bauer spritzt seine Felder aus purer Lust an der Freude!

    Das Problem ist vielmehr ein politisches und damit gesamtgesellschaftliches, betrifft also letztlich uns alle. Dass wir Verbraucherinnen und Verbraucher so wenig wie möglich für unsere Lebensmittel bezahlen wollen, ist nunmehr seit Jahrzehnten ungebrochene Realität. Nicht zuletzt deshalb tut die Politik nach wie vor etwas für die großen Agrarfabriken, wohingegen die kleinen Familienbetriebe unter die Räder kommen. Viele Landwirte müssen heutzutage immer mehr Stunden für ihr Einkommen arbeiten, nicht selten leben sie irgendwann von der Substanz und sehen sich schließlich zur Aufgabe gezwungen. „Wachsen oder Weichen“ ist die Devise, der neben vielen Bauernhöfen letztlich auch unsere heimischen Insektenarten zum Opfer fallen. Ein Landwirt aus Plieningen erklärt dazu: „Die Regelungswut der EU-Bürokratie ist gnadenlos. Die Kontrolleure haben sich morgens angekündigt und standen mittags auf dem Feld. Mit GPS-Geräten haben sie alles akkurat vermessen. Wenn du da einen halben Meter zu wenig bewirtschaftest, kriegst du Abzug. Am besten wäre es, wenn die EU-Subventionen gestrichen werden würden, wenn die Leute den realen Preis fürs Gemüsen zahlen würden … Das passt alles nicht mehr zusammen.“

    „Wem blüht hier was?“ – Wenn sich nicht bald etwas ändert, immer mehr Insektenarten das Ausstreben und uns Menschen irgendwann wahrscheinlich auch, weil wir mit unserer unersättlichen Gier schließlich auch den eigenen Lebensraum vollkommen zerstört haben werden. - Doch Gott will, dass wir unsere Erde nicht nur bebauen, sondern auch bewahren. All seine wunderbaren Geschöpfe sollen sich auf ihr entfalten können, die Menschen genauso wie die Insekten. „Herr, wie sind deine Werke so groß und viel!“, staunt etwa der Beter des 104. Psalms, „Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. Es warten alle auf dich, dass du ihnen Speise gebest zur rechten Zeit“ (Ps 104,24.27). Für uns Christinnen und Christen ist somit klar, dass „bewahren“ auch heißt, die Artenvielfalt in Gottes guter Schöpfung zu erhalten. Dabei die Politik in die Pflicht zu nehmen, ist das Eine, vor der eigenen Haustür damit anzufangen, dagegen das andere. Laut dem Naturschutzbund ist die Fläche der Privatgärten bei uns in Deutschland so groß wie alle Naturschutzgebiete zusammen. Wer also etwas für Insekten tun will, kann sofort loslegen: weniger sterile Steingärten vor dem Haus, Wiesen statt Rasen, auf denen nur heimische Blühmischungen ausgesät werden. Und was mir persönlich als Gartenarbeitsmuffel besonders entgegenkommt: Das Einfachste ist, einfach nichts zu tun …

    In Sachen Erhaltung der Artenvielfalt versuchen wir als Stammheimer Kirchengemeinde schon seit Jahren, mit gutem Beispiel voranzugehen: So haben wir etwa hinter der Johanneskirche, wo das Gras eben nicht regelmäßig gemäht wird, Insektenhotels aufgestellt, auf dem Archegelände Wildblumensamen ausgesät oder erst kürzlich eine Hecke gepflanzt. Und auch Sie, liebe Gemeinde, wollen wir vom Umweltteam ermutigen, aktiv bei der Bewahrung von Gottes guter Schöpfung mitzuhelfen: Nehmen Sie sich nachher am Ausgang ein Blumensamentütchen mit, säen es an einem geeigneten Plätzchen aus und fotografieren das dann irgendwann hoffentlich gewachsene Wiesenblumenbeet – am besten gleich mit Insektenbesuch. Wenn Sie ihr Foto dann noch an Reiner Krieg schicken, können Sie sogar etwas gewinnen! Nähere Informationen dazu finden Sie im Mai-Gemeindebrief …

    „Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter. Lobe den Herrn, meine Seele! Halleluja!“ (Ps 104,24.35b). Amen.

  • add Wiesen und Berge, die Wälder und Seen (NL 87)
  • add Fürbitten / Vaterunser

    Herr, du Schöpfer allen Lebens,
    wenn wir den Frühling sehen,
    die Blumen und Bäume, die zu blühen beginnen,
    die Pflanzen, die in unseren Gärten wachsen,
    die Insekten und Vögel,
    wenn es summt und brummt und singt -–
    dann können wir nur staunen über die Wunder,
    die in der Natur zum Ausdruck kommen,
    dann können wir nur dir danken
    für den Reichtum deiner Güte,
    mit der du uns segnest.

    Wir bitten dich:
    Lass uns das Staunen darüber nicht verlieren,
    dass die Natur uns trotz allem, was wir ihr antun,
    immer noch so viel Gutes schenkt.
    Lass uns alle das Unsere dazu beitragen,
    dass wir deine Schöpfung nicht nur bebauen,
    sondern auch bewahren –
    bei uns zuhause, in unserer Kirchengemeinde,
    an unserem Ort.
    Dabei wollen wir vor allem die so wichtigen
    Insekten nicht vergessen.

    Lass die Politiker nach Lösungen
    für die vielen Probleme auf unserer Welt suchen
    und sie – trotz Corona - Entscheidungen treffen,
    die unsere Umwelt nicht noch mehr belasten,
    sondern nachhaltig sind
    und über den morgigen Tag hinausreichen.

    Wir beten gemeinsam das Gebet unseres Herrn:

    Vater unser im Himmel,
    geheiligt werde dein Name.
    Dein Reich komme.
    Dein Wille geschehe,
    wie im Himmel, so auf Erden.
    Unser tägliches Brot gib uns heute,
    und vergib uns unsre Schuld,
    wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
    Und führe uns nicht in Versuchung,
    sondern erlöse uns von dem Bösen.
    Denn dein ist das Reich
    und die Kraft
    und die Herrlichkeit
    in Ewigkeit.

    Amen.

  • add Opfer

    Da unsere Gottesdienste in beschränktem Rahmen stattfinden müssen, bitten wir Sie weiterhin um Ihr Gottesdienstopfer in Form einer Spende. Sie können – mit Angabe des Spendenzwecks – Ihre Gabe im Gemeindebüro oder den Pfarrämtern einwerfen und überweisen:

    Ev. Kirchengemeinde
    Verwendungszweck: Opfer vom 18. April 2021
    BW Bank
    DE65600501010002510701

  • add Segen

    Gott segne die Blumen an unserem Lebensweg,
    ihre Farbe soll uns froh machen,
    ihr Duft soll uns trösten,
    ihre Beständigkeit soll uns Frieden bringen.

    Gott sende uns viele Blumen,
    dass unser Vertrauen wachse,
    dass unsere Hoffnung bestehe,
    dass unsere Liebe blühe.

    Gott gebe unserem Leben die Kraft zu blühen,
    Liebe zu verschenken,
    Freude weiterzutragen,
    Hoffnung zu wecken.

    Der Segen des lebendigen Gottes sei mit uns allen.

    (nach Helmut Kraft)

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