Umwelttipps

In unserem Gemeindebrief erscheinen regelmäßig Umwelttipps. Hier gibt es sie zum Nachlesen.

 

 

Augen auf beim Lampenkauf

Die Zeitung taz vom 31.01. berichtet, dass Möbelhäuser und Baumärkte immer häufiger LED-Leuchten verkaufen, die komplett verklebt sind, in denen also das Leuchtmittel nicht ausgetauscht werden kann. Sollte es mal kaputt gehen, dann muss die gesamte Leuchte in den Müll. Unter Umständen bekommt man sie nicht mal mehr als Ersatzteil, was besonders ärgerlich ist, wenn es sich um eine von mehreren, zusammengehörenden Leuchten handelt.

Eigentlich sind LEDs viel langlebiger als andere Leuchtmittel, räumt auch die Autorin des Artikels ein. Das ist aber keine Garantie: Einzelne LEDs geben auch schon deutlich früher auf. Außerdem ist die LED (Licht emittierende Diode) nur ein Element einer elektronischen Schaltung, die insbesondere unter thermischer Belastung ein höheres Ausfallrisiko hat als die eigentliche LED.

Wenn dieses Leuchtmittel nicht austauschbar ist, dann ist das nicht nur Geldverschwendung. Christiane Schnepel, Recyclingexpertin beim Umweltbundesamt, sagt: „Fest eingebaute LEDs sind eine absolute Ressourcenverschwendung, wenn es um ganz normale Leuchten geht.“

Achten Sie beim Kauf von neuen Lampen also unbedingt auf das Energielabel. Auf diesem muss angegeben sein, dass man die LED nicht ausbauen kann. Diese Angabe sei allerdings schwer lesbar, bemängelt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz.

Christina Cott

Nachtspeicherheizung entsorgen – aber wie?

Denken Sie darüber nach, Ihre alten Nachtspeicherheizungen zu ersetzen?

Das hat mehrere Vorteile:  

  • Die Heizkosten können sich um ca. die Hälfte verringern, wenn stattdessen mit Gas, Öl oder Pellets geheizt wird.
  • Die erzeugten Emissionen reduzie- ren sich gleichfalls erheblich.
  • Viele ältere Geräte sind zudem mit Schadstoffen belastet, die die Ge- sundheit und die Umwelt gefähr- den (z.B. Asbest (Baujahr vor 1984), künstliche Mineralfasern – KMF (Baujahr vor 07/1989), polychlorier- tes Biphenylen – PCB (Baujahr vor 06/2000 krebserzeugend) und/oder chromathaltige Speichersteine).

Überprüfen Sie am besten das Typen- schild oder die Anschaffungsunterla- gen, denn: Belastete Öfen müssen auf- grund ihrer Gefährlichkeit unbedingt fachgerecht entsorgt werden, und zwar von zugelassenen Fachfirmen nach TRGS 519 (Technische Regeln für Ge- fahrstoffe). Unbelastete Öfen können Sie theoretisch auch selbst als Elektro- schrott entsorgen, die Speichersteine müssen dabei jedoch separat als Bau- schutt entsorgt werden.

Die Kosten für eine Entsorgung durch einen Fachbetrieb können etwa zwischen 100 und 230 Euro pro Ofen liegen – bei Schadstoffbelastung mög- licherweise auch höher.

Sie sollten auf jeden Fall überprü- fen, ob Sie bei einer Erneuerung Ihrer Nachtspeicherheizung ein Förderprogramm der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) nutzen können. Das Förderprogramm deckt auch die Entsorgung der Altöfen ab. (s. „Fördermit- telCheck“ unter www.co2online.de)

Quellen: co2online.de und energie-experten. org

Christina Cott

Getränkekarton = Mogelverpackung

In Deutschland werden pro Jahr neun Milliarden Getränkekartons verkauft. Die Hersteller behaupten, sie seien ökologisch vorbildlich. Die Fernsehsendung ZDFzoom untersuchte 2015, wie es um das Recycling der Getränkekartons tatsächlich bestellt ist.

20 Prozent der Verpackungen werden vom Verbraucher im Restmüll statt über den gelben Sack entsorgt. Ein Teil schafft es zudem in den Sortieranlagen nicht ins Recycling. Schließlich landen dort nur 71 Prozent aller Getränkekartons (nach Gewicht).

Der größte Fehler passiert an dieser Stelle, da die Statistik nun suggeriert, dieses Material würde vollständig für die Herstellung neuer Produkte verwendet.

Aber allein durch Restflüssigkeiten und Schmutz sind die Verpackungen in der Recyclinganlage um so viel schwerer als das Ausgangsmaterial, dass genau genommen nur 50 Prozent der Verpackungen im Recycling gelandet sind. Teile davon wiederum haben die Reporter bei Stichproben in der Brennstoffproduktion gefunden, was definitiv nicht unter Recycling fällt.

Die Deutsche Umwelthilfe gibt an, dass die tatsächliche Recyclingquote (also der Anteil der wiedergewonnenen Rohstoffe) nur bei 36 Prozent liegt. Ab 60 Prozent gilt ein Produkt als ökologisch vorteilhaft. Verpackungen mit geringerer Quote wären eigentlich pfandpflichtig.

Das Bundesumweltministerium sah auf Anfrage keine Veranlassung, die Recyclingquoten zu hinterfragen. Das Bundesumweltamt weist dabei darauf hin, dass der Begriff Recyclingquote eben als das Verhältnis von Verpackungsgewicht in der Sortieranlage zur Gesamtmenge der Verpackungen definiert sei. Für den Verbraucher sei der Begriff durchaus irreführend. Tatsächlich handelt es sich ja nur um eine Rückführungsquote.

Für uns ist doch die echte Recyclingquote viel interessanter, und da erscheinen 36 Prozent nicht gerade „ökologisch vorteilhaft“. Die Empfehlung des Bundesumweltamts lautet immerhin: Mehrwegverpackungen, am besten Glasflaschen, aus der Region.

Quelle: ZDFzoom Die Mogelverpackung – Wie öko sind Tetra Pak und Co.? (22.04.2015, 22.45 Uhr)

Christina Cott

Merry Retour-mas

Weihnachten steht wieder vor der Tür – und die damit verbundenen Einkäufe. Einkaufen im Internet ist bequem und für die Umwelt auch im Prinzip gar nicht so schlecht – denn, so rechnet das Freiburger Öko-Institut vor, der Versand eines Paketes verursacht im Schnitt rund 500 Gramm CO2, eine Einkaufstour mit dem Auto dagegen ein Vielfaches davon.

Allerdings sind wir Deutschen in Sachen Retouren Europameister, so Dieter Urbanke, Chef von Hermes Fulfilment, einem Logistikunternehmen, das für viele Onlinehändler Retourensendungen verarbeitet.

Weil etwas nicht stimmt – oder auch einfach, weil so mancher gar nicht vorhat, die Ware zu behalten* -- gibt es in Deutschland pro Jahr 144 Millionen (Studie im Auftrag des Bundesverbandes des Versandhandels) bis fast 290 Millionen (Forscher der Universität Bamberg) Rücksendungen. Was des einen Freud, ist des anderen Leid: weil die Deutschen mittlerweile mehr Pakete an Onlinehändler zurückschicken, als sie privat untereinander versenden, erleben die Paketdienstleister also einen wahren Boom, wohingegen so mancher Onlinehändler über die renditeschädlichen Retouren stöhnt.

Aber nicht nur die Retouren sind schlecht für die Ökobilanz des Onlineshoppings. Oft können Pakete nicht im ersten Anlauf zugestellt werden, oder die bestellten Waren werden getrennt verschickt. Auch sehen sich viele Kunden zunächst im Einzelhandel um, bevor sie dann im Internet bestellen. Als autofreien Einkauf kann man das nicht mehr bezeichnen.

Laut Öko-Institut sind für eine endgültige Bewertung der Umweltbilanz des Onlineshoppings noch zu viele Fragen offen. Allerdings interessiert das die meisten Onlinekunden wenig. Die Mehrheit der vom Institut für Handelsforschung Befragten gibt zu, dass ihnen kostenfreie Retouren wichtiger seien als der Umweltaspekt. Vielleicht sind sie nur schlecht informiert: Die Retourenforscher der Universität Bamberg haben ausgerechnet, dass die knapp 290 Millionen Retourenpakete eines Jahres aneinandergereiht fast dreimal die Erde umrunden würden. Die Rücksendungen verursachen so viel Klimagift wie 1.400 Autofahrten von Hamburg nach Moskau. Pro Tag.

*Laut ibi Research/Universität Regensburg rechnen 40 Prozent aller Onlinekunden schon bei der Bestellung damit, dass sie Ware zurücksenden werden.


Quelle: zeit.de

Christina Cott

Lebenselixier Kaffee

Haben Sie vielleicht eine Nespresso-Maschine? Und haben Sie sich auch schon mal gefragt, ob das Aluminium der Kaffeekapseln wirklich recycelt wird, wenn Sie die Kapseln im gelben Sack entsorgen? Oder ob die Kapseln nicht doch zu teuer sind? Oder ob womöglich jedes Mal ein bisschen Aluminium in Ihrem Kaffee ist?

Dann probieren Sie doch mal eine Alternative aus! Denn die neuen, wiederbefüllbaren Kapseln bieten folgende Vorteile:

  • weniger Müll: Das wertvolle Aluminium der Original-Kapseln (1-2 Gramm/Kapsel) wurde unter hoher Umweltbelastung aus der Erde gewonnen. Es kann nur teilweise und mit großem Energieaufwand recycelt werden. Brüht man seinen Kaffee tausendmal mit einer wiederverwendbaren Kaffee-Kapsel wie der robusten Mycoffeestar aus Edelstahl, spart man über 1 Kilo Alu ein.
  • umweltfreundlicher: Die konventionelle Kaffeeproduktion verursacht bekanntlich Umweltprobleme z. B. durch den Einsatz von Pestiziden. Der Kaffee in Nespresso-Kapseln ist größtenteils durch das „AAA Sustainable Quality Program“ zertifiziert. Klingt gut, ist aber kein anerkanntes Biosiegel. Befüllt man seine Kapsel selbst, kann man Bio-Kaffee verwenden.
  • fairer: Seit 2013 bezieht Nespresso einen kleinen Teil seiner Kaffeebohnen auch aus fairem Handel. Das ist ein guter Anfang, jedoch hat Nespresso bis heute keine Fairtrade-Zertifizierung. Auch hier gilt: wer selbst befüllt, kann den Kaffee auch selbst wählen.
  • preiswerter: Wiederverwendbare Kaffeekapseln wie Mister Barista, Coffeeduck oder Mycoffeestar kosten 15 bis 40 Euro, das klingt verglichen mit dem Preis für eine Nespresso-Kapsel (um die 0,35 Euro) teuer. Aber: Ein Kilo Kaffee (Bio, Fairtrade) kostet 20 Euro. Die wiederverwendbare Mycoffeestar-Kapsel kostet 40 Euro, zusammen also 60 Euro. Wie viel Kaffee in Kapseln verpackt bekäme man dafür? Rechnet man das durch, erhält man folgendes Ergebnis:
    60 Euro geteilt durch 0,35 Euro = ca. 171 Kapseln à 6g Kaffee  1026g Nespresso-Kaffee für 60 Euro!

Fazit: Schon nach einem Kilo Bio-Fairtrade-Kaffee (oder 4 Kilo billigem Kaffee) hat sich selbst die teure Mycoffeestar-Kapsel amortisiert. Danach zahlt man nur noch die normalen 5 Euro (billiger Kaffee) bis 20 Euro (Bio-Fairtrade-Kaffee) pro Kilo. 

Das heißt: Der Umstieg lohnt sich, für den Geldbeutel ebenso wie für die Umwelt!

Christina Cott

Giftige Fluorverbindungen vermeiden

Organische Fluorverbindungen, kurz PFCs, werden wegen ihrer wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften in vielen Alltagsgegenständen eingesetzt. Sie machen Arbeits- und Outdoor-Bekleidung wetterfest, Wasser perlt von Papier und Pappe ab, Skier gleiten leichter über Schnee. Die Antihaftwirkung von Teflon-Pfannen beruht ebenfalls auf Fluor-Verbindungen. 

Durch Ausdünstungen und Auswaschungen gelangen die extrem giftigen Substanzen in die Umwelt. Einige von ihnen können die Fortpflanzung schädigen. PFCs werden in Böden nachgewiesen, in Flüssen, Seen, im Grundwasser, im Blut von Tieren und von Menschen. Wissenschaftler fanden Fluorverbindungen sogar in grönländischen Eisbären. 

Besonders besorgniserregend ist die Verwendung von Fluorverbindungen in Kinderbekleidung. In Tests enthielten Kindersandalen aus deutschen, österreichischen und schweizerischen Supermärkten hohe PFC-Konzentrationen. 

Obwohl das Umweltbundesamt einige PFCs als gefährlich einstuft, muss deren Verwendung von den Herstellern nicht gekennzeichnet werden. Jedoch verzichten inzwischen erste Produzenten von Sport- und Freizeitbekleidung teilweise auf die giftigen Substanzen. 

Der BUND empfiehlt, beim Kauf von Sport-, Camping- und Freizeit-Ausrüstung im Geschäft nachzufragen, ob Fluorverbindungen im Produkt enthalten sind. Wetterbeständig, aber PFC-frei, sind beispielsweise Kleidungsstücke mit Beschichtungen aus Polyester oder Polyurethan. 

Misstrauen ist leider auch vor Textil-Labeln mit dem Hinweis "schadstofffrei" geboten: Oft enthalten damit gekennzeichnete Kleidungsstücke trotzdem Fluorverbindungen. 

Grundsätzlich sollte man darüber nachdenken, ob es unbedingt Kleidung sein muss, die hochgradig schmutz- und fettabweisend ist. Schließlich verbringt kaum jemand seine Freizeit auf einer Ölbohrinsel. Quelle: BUND

Christina Cott

Aluminium-Grillschalen – gefährlich für unsere Gesundheit

Durch die Verwendung von Alu-Grillschalen will man das Grillgut vor krebserregenden Stoffen schützen, die entstehen, wenn Fett in die Glut tropft. Doch wenn beim Grillen salz- oder säurehaltige Marinade mit den Alu-Grillschalen in Berührung kommt, kann Aluminium dadurch ins Grillgut übergehen.

„plusminus“ fand auf Alu-Grillschalen von verschiedenen Herstellern meist keine oder keine ausreichenden Warnhinweise. Bei der Untersuchung von entsprechend zubereitetem Grillgut im Labor wurde festgestellt, dass „sich der Aluminiumwert um das Doppelte bis Dreifache beim Grillen auf Aluschalen erhöht.“ (Etwa enthielten 600g Hühnchen vor dem Grillen 3,4mg Alu, nach Marinieren und Grillen 9,05mg.)

Wer regelmäßig auf Alu-Grillschalen grillt, geht ein Gesundheitsrisiko ein. Denn die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA empfiehlt, pro Woche nicht mehr als ein Milligramm Aluminium pro Kilo Körpergewicht aufzunehmen, das bedeutet für einen 70 Kilo schweren Menschen eine maximale Tagesdosis von zehn Milligramm.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt Verbrauchern dringend, sich nach den EFSA-Grenzwerten zu richten und die Aufnahme von Aluminium (auch über Kosmetika) zu beschränken.

Bei der Verwendung von Alu-Grillschalen sollte man erst am Ende des Grillvorgangs salzen und würzen. Generell sollte Saures wie Apfelstücke, Zitronen, Tomaten, Essiggurken und Salziges wie Feta, Salzhering, Wurst und Schinken nicht in Alufolie verpackt oder zubereitet werden.

Quellen: „plusminus“ vom 1.6.2016 (ARD-Mediathek); „Faszination Wissen“: Aluminium vom 3.5.2016 (BR-Fernsehen); Fragen und Antworten zu Aluminium in Lebensmitteln und verbrauchernahen Produkten, BfR, 20.2.2015. 

Autorin: Christina Cott

 

Klimaschutz beginnt beim Papier

Die Initiative Pro Recyclingpapier wirbt für den Umstieg auf Recyclingpapier. In der Broschüre der Initiative heißt es unter anderem:

Recyclingpapier oder Frischfaser – mit Ihrer Wahl entscheiden Sie, ob Sie Klima und Ressourcen schützen. Denn die Produktion von Recyclingpapier

  • verbraucht wesentlich weniger Energie als die Herstellung von Papier aus Holz. Bei der Produktion von drei Blättern Recyclingpapier wird bereits so viel Energie eingespart, dass Sie damit einen Liter Wasser von 20 auf 100 Grad Celsius erhitzen können. 500 Blatt waschen Ihre Wäsche. Mit 1.000 Blatt können Sie 50 Kilometer fahren.
  • verursacht auch weitaus weniger klimaschädliche Gase als das Herstellen von Frischfaserpapier. Eine Tonne Recyclingpapier vermeidet so viel Kohlendioxid, wie Sie während einer 1.000-km-PKW-Fahrt mit einem durchschnittlichen Verbrauch ausstoßen.
  • benötigt sehr viel weniger Wasser als Frischfaserpapier. Würde alles Kopierpapier, das Deutschland jährlich nutzt, aus Altpapier stammen, dann ließe sich so viel Wasser sparen, wie die Wuppertalsperre fasst – immerhin die Trinkwasserreserve des Ruhrgebiets. (Mehr Informationen auch unter www.papiernetz.de)

Wenn auch Sie die Umwelt schonen wollen, probieren Sie es doch auch einmal mit Umweltpapier! Viele gute und auch günstige Sorten in verschiedenen Grau- und Weißtönen kann man bequem im Internet bestellen, etwa unter www.memo.de  bzw. www.memolife.de (für Privatkunden). 

 Autorin: Christina Cott

 

Veganes Grillen ist gut für Umwelt und Klima

In der Grillsaison steigt immer auch der Fleischkonsum. Die Produktion tierischer Produkte belastet jedoch Umwelt und Klima besonders stark. 

Die Erzeugung von einem einzigen Kilogramm Rindfleisch benötigt beispielsweise 15.000 Liter Wasser und es werden dabei fast 30 Kilo Kohlendioxid ausgestoßen. Hinzu kommt, dass Nutztiere zumeist in riesigen Ställen unter nicht artgerechten Bedingungen gehalten werden. 

Der BUND empfiehlt deshalb, beim Grillen vegane Lebensmittel auszuprobieren.

Mittlerweile ist die Auswahl an veganem Grillgut beachtlich. Hergestellt wird es auf Basis von pflanzlichem Eiweiß, etwa aus Soja, Tofu oder Seitan und ähnelt in Form und Geschmack verblüffend den Fleischprodukten. Es gibt vegane Schnitzel, Steaks, Brat- und Grillwürstchen, geräuchert oder mariniert. 

Grundsätzlich eignet sich auch Gemüse zum Grillen. Damit es nicht schwarz wird, sollte es vor dem Grillen mit Öl bestrichen bzw. mariniert werden. Besonders gut schmecken Maiskolben, Kartoffeln oder gefüllte Champignons. Selbst Spargel lässt sich mittels einer Grillklemme auf den Rost legen. 

Gemüsesorten wie Zucchini, Möhren oder Paprika werden am besten klein geschnitten und in einer Edelstahlschale gegrillt. Um die Nährstoffe zu erhalten, muss das Gemüse bei niedrigen Temperaturen gegart werden.

Quelle: BUND

Autorin: Christina Cott

 

Schlau anschließen, einstellen und abschalten

Werden Geschirrspül- und Waschmaschinen an die Warmwasserleitung angeschlossen, sparen sie Strom beim Aufheizen des Wassers.

Ein falsch eingestellter Heizkessel kann bis zu 10 Prozent mehr Brennstoff und Strom für die Pumpe verbrauchen. Daher am besten einmal im Jahr vom Fachmann überprüfen lassen.

Praktische Einhebelmischer können heimliche Stromfresser sein. Denn ist der Hebel beim Einschalten auf „heiß“ gestellt, springen Boiler bzw. Durchlauferhitzer an. Benötigt man nur wenig Wasser, kommt die Wärme oft noch nicht einmal am Hahn an. Der unnötige Energieverbrauch lässt sich vermeiden, wenn man den Hebel nach jedem Gebrauch einfach auf „kalt“ stellt.

Wer einen sparsamen Duschkopf verwendet, kann beim Duschen Energie sparen. Besonders sparsame Duschköpfe verbrauchen etwa 6 Liter pro Minute, normale Duschköpfe dagegen um die 5 Liter/Minute.

Bildschirmschoner sind heute nicht mehr notwendig. Aufwendige Animationen verbrauchen viel Strom, da sie viel Rechenleistung benötigen. In Arbeitspausen sollte man besser den Standby-Modus nutzen oder einfach den Bildschirm direkt per Knopfdruck ausschalten.

Christina Cott

 

Umweltfreundlich in den Urlaub

Planen Sie vielleicht schon den nächsten Urlaub? Falls ja, hierzu ein paar Umwelttipps.

Vieles spricht dafür, die Umweltverträglichkeit einer Reise vorrangig am Energieverbrauch und den klimaschädlichen CO2-Emissionen festzumachen.

Stellen Sie doch bei Ihrer nächsten Urlaubsplanung folgende Frage in den Vordergrund: Wie weit muss ich wegfahren, um das, was ich erleben will, auch wirklich tun zu können? Schöne Strände, angenehmes Klima, landschaftliche oder kulturelle Attraktionen sind ja auch in Mitteleuropa zu finden – und dann oft ohne großen Aufwand mit der Bahn zu erreichen.

Zieht es Sie dennoch in fernere Gefilde, gibt es zum Flugzeug keine echte Alternative. Überlegen Sie dann: Steht die Dauer Ihrer Reise in einem vernünftigen Verhältnis zum Energieverbrauch bei der An- und Abreise? Und: Lassen Sie z. B. von www.atmosfair.de die CO2-Emissionen Ihres Fluges berechnen. Sie können dann einen Geldbetrag spenden, den die Agentur an ein energiesparendes Projekt weiterleitet, um so die Emissionen Ihres Fluges auszugleichen. Grundsätzlich gilt: Emissionen zu vermeiden ist sinnvoller, als sie erst zu erzeugen und dann zu kompensieren.

Wenn Sie Ihre umweltfreundliche Anreise gern mit einer an die Umgebung angepassten Unterkunft kombinieren möchten,

 

  • von deren Umsatz möglichst die Einheimischen profitieren
  • wo eine intakte Umwelt und reiche Natur als wichtige Ressource erkannt werden
  • wo bevorzugt regionale und biologisch produzierte Lebensmittel verarbeitet werden und Abfall verwertet wird
  • wo Ihr Urlaubsgeld dazu beiträgt, den Naturschutz am Urlaubsort zu stärken


dann schauen Sie doch z. B. mal bei diesen Anbietern:

  • BUND-Reisen, Tel. (09 11) 5 88 88–20, www.bund-reisen.de
  • forum anders reisen e.V., Tel. (07 61) 4 01 26 99–0, www.forumandersreisen.de
  • Viabono, Tel. (0 22 05) 91 98 35–0, www.viabono.de
  • Alpine Pearls (28 Alpengemeinden in sechs Ländern mit Mobilitätsgarantie), Tel. +43 (64 66) 2 00 20, www.alpine-pearls.com

Quelle: BUND-Broschüre „Besser leben – Urlaubsort wechseln“, www.bund.net 

Christina Cott